Die Obadja ist das Ausbildungssegelboot des Oldenburger Yacht Clubs und hat ihren Sommerliegeplatz in Hooksiel.

Es gibt Wetterlagen, wo man sich freiwillig nicht auf den Weg mit dem Segelboot nach Helgoland machen sollte, aber meistens gehts es 🙂
So auch am letzten Wochenende des Juni 2024. Aber erst am Samstag fuhren wir los, denn Freitag war der Wind noch viel zu stark, um die Fahrt geniessen zu können.
Deswegen haben wir am Freitag Abend erstmal in Hooksiel gegrillt. Wir – das waren einige Kameraden aus dem OYC, genauer: Aus dem Umfeld unserer Ausbildungsyacht Obadja. Am Samstag sind wir dann mit vier Booten (Obadja, Take it Easy, Lekker Vrij, Swantje) durch die erste Schleuse und hatten schon schönen Sonnenschein auf der Jade. Und sooo wenig Wind, dass der Motor letztendlich bis Helgoland (mit)laufen musste. Dafür lief schon bis in die Jade eine ordentliche Dünung ein, die Folge des Windes der letzten Tage. Das ist besonders unangenehm, wenn nicht genug Wind zum segeln da ist, weil das Boot dann noch mehr unschöne Bewegungen macht. Aber wir hatten das Groß trotzdem hoch, einen kleinen Hauch kann man ja immer einfangen. Wir benutzten Sonnencreme und liessen das Boot laufen. Noch vor 14 Uhr waren wir an der roten Tonne kurz vorm Südhafen und füllten mit unseren vier Booten zwei Päckchen am Steg auf.
Eigentlich wollten wir auch hier grillen, aber demokratisch einigte man sich auf einen Tisch in der Pizzeria. Die hatten sogar noch Platz für uns zehn! Helgoland ist ja immer so schön leer, wenn die Fahrgastschiffe wieder weg sind. Aber es waren doch noch einige Urlauber da und es gab auch Public Viewing, denn die Fussball-EM lief ja noch: Deutschland. Wir waren auch ziemlich fertig und froh, dass das Fussball-Spiel ohne Verlängerung auskam (immerhin 2:0) und gingen bald in die Kojen. Am nächsten (Sonntag) Morgen haben alle in aller Ruhe gefrühstückt, konnten uns dabei aber nicht zu viel Zeit lassen. Denn um 10:30 Uhr wollten wir wieder los. Eigentlich wollte der erste in unserem Päckchen dann los, auch nach Hooksiel, also machten wir das auch (sonst wären wir eine halbe Stunde später gestartet, was solls). Jetzt, am Sonntag, sollte es mit vier Windstärken wehen, aber aus Nord. Damit ist dieser Rückenwind an Bord wesentlich schwächer, man muss ja den Fahrtwind abziehen. Alle Yachten kreuzten wir vor dem Wind. Letztendlich wurden so aus 32 Seemeilen direkter Weg über 40, die wir über Grund zurück gelegt haben. Aber die meiste Zeit unter Segel. Die Tide mit einplanend kamen wir passend bei der Jade an.
Als wir endlich im Jade-Fahrwasser waren und die Kurve um Minsener Oog geschafft hatten, war es endlich vorbei mit dem kabbeligen Wasser und wir konnten raumschots mit an die 8 Knoten Fahrt auf der Jade vor dem Wind kreuzen:  Schon bei dem zweiten Schlag konnten wir die H3 fast direkt anliegen.
So brauchten wir für den Rückweg 7,5 statt der „üblichen“ sechs Stunden. Aber: Helgoland geht halt fast immer!

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